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Liebe Freund*innen,

wir freuen uns, in diesem Fachnewsletter Informationen aus dem Stadtrat zu Wohnen & Stadtplanung zu präsentieren. Hier berichten wir über die wichtigsten Entscheidungen, Pläne und Fortschritte – mit mehr Hintergrund, als wir auf unseren Kanälen in den sozialen Medien oder im „großen“ Newsletter stadt.rat.grün aufarbeiten können.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • Strategische Flächenpolitik: Grundlage für bezahlbaren Wohnraum
  • Wohnen vs. Gewerbliches Vermieten auf Zeit: Fortschritte an der Karl-Rudolf-Straße
  • Platz für Produktion statt Profitdruck: Düsseldorfs Gewerbestrategie

  • KI bringt Tempo ins Wohngeld

Viele Grüße aus der GRÜNEN Ratsfraktion

Düsseldorf, 30. April 2025

Strategische Flächenpolitik: Grundlage für bezahlbaren Wohnraum

In den Ausschüssen wurde uns der Sachstandsbericht zum Handlungsfeld nachhaltiges Bodenmanagement präsentiert. Eine nachhaltige Stadtplanung beginnt mit einer aktiven Flächenpolitik. Düsseldorf verfolgt das Ziel, Grundstücke langfristig im städtischen Besitz zu halten und sie gezielt für den Wohnungsbau zu entwickeln. Durch den verstärkten Einsatz von Erbbaurechten und Konzeptvergaben kann die Stadt stärker steuern, welche Art von Wohnraum entsteht. Davon profitieren wir in Düsseldorf insbesondere beim bezahlbaren und sozial gebundenen Wohnraum. Damit wird Bodenspekulation entgegengewirkt und Planungssicherheit geschaffen.
Besonders in der Entwicklung neuer Quartiere zeigt sich auch die notwendige Verbindung von Wohnungsbau und Klimaschutz. Durch die strategische Sicherung von Grundstücken kann die Stadt gezielt Quartiere entwickeln, die kurze Wege, weniger Verkehr und damit geringere Emissionen ermöglichen. Gleichzeitig werden Flächen nicht nur für den Wohnungsbau, sondern auch für Grünstrukturen und Ausgleichsmaßnahmen eingeplant.

Zur Informationsvorlage
Wohnen vs. Gewerbliches Vermieten auf Zeit: Fortschritte an der Karl-Rudolf-Straße

Kurzzeitvermietungen und sogenannte Wohn-Zeitmodelle bleiben ein wiederkehrendes Thema in unserer Stadt. Das ist nicht der (bezahlbare) Wohnraum, den wir dringend brauchen. Deshalb schauen wir GRÜNE hier genau hin und arbeiten intensiv an Lösungen, um sicherzustellen, dass dort, wo Wohnen genehmigt und beschlossen wurde, auch tatsächlich Wohnraum entsteht.

In einer der vergangenen Sitzungen des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung (APS) hat die Verwaltung einen Bauantrag zur Umnutzung eines Bürogebäudes an der Karl-Rudolf-Straße vorgelegt. Geplant waren ein Hotel sowie „Wohnungen“ für gewerbliche Kurzzeitvermietung. Diesen Antrag haben wir sowohl in der Bezirksvertretung (BV) als auch im APS abgelehnt, verbunden mit der klaren Aufforderung, nachzuverhandeln.

In der neuen Vorlage hat die Verwaltung gemeinsam mit dem Investor zusätzliche sieben Wohnungen geschaffen. Wir GRÜNE werden die weitere Entwicklung genau im Blick behalten, damit genehmigter Wohnraum auch dauerhaft dem Wohnen dient. Gleichzeitig wird sich die Verwaltung rechtlich absichern, um eine klare Handhabe gegen missbräuchliche Kurzzeitvermietung zu haben.

Zu den Plänen
Platz für Produktion statt Profitdruck: Düsseldorfs Gewerbestrategie

Düsseldorf überarbeitet sein Konzept für Gewerbe- und Industriekernzonen, um auf die Herausforderungen wie Flächenknappheit und gesetzliche Änderungen zu reagieren. Ziel bleibt, Flächen für Handwerk und Produktion auch bei zunehmendem Druck durch renditestarke Nutzungen und Wohnungsbau zu sichern.
Klimaanpassung, nachhaltige Flächennutzung und verträgliche urbanen Nutzungsmischung rücken dabei in den Vordergrund. In enger Zusammenarbeit mit den Kammern und verschiedenen Wirtschaftsakteur*innen sichern wir praxisnahe Lösungen. Ziel ist eine zukunftsfähige Balance zwischen ökologischen Anforderungen und wirtschaftlicher Stärke.

Zur Beschlussvorlage
KI bringt Tempo ins Wohngeld

Mit dem KI-Assistenten hat die Verwaltung ein Tool entwickelt, das die Effizienz des Wohnungsamtes bei der Bearbeitung von Wohngeldanträgen um 20 % steigern konnte. Hintergrund ist unter anderem die Wohngeldreform 2023, durch die die Zahl der Anträge deutlich gestiegen ist. Dennoch bleiben die Bearbeitungszeiten in unserer Stadt mit in der Regel drei bis sechs Wochen im Landesvergleich sehr niedrig.

Auch andere Ämter in der Stadt haben großes Interesse an diesem Modell gezeigt und prüfen derzeit, inwieweit sie vergleichbare Lösungen ebenfalls einsetzen können. Die Erprobungsphase läuft weiterhin. Die neu gewonnenen Kapazitäten können gezielt genutzt werden, um die Angebote im Bereich des direkten und persönlichen Kundenkontakts wieder auszuweiten.

Zum Wohngeldbericht

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Ratsfraktion Düsseldorf
Marktplatz 3
40213 Düsseldorf

Webseite
V.i.S.d.P.: Stephan Soll
CvD: Bianca Bernhard
Redaktion: Julia Schnetger.

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