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Liebe Freund*innen,

wir freuen uns, in diesem Fachnewsletter Informationen aus dem Stadtrat zu Klima, Umwelt & Mobilität zu präsentieren. Hier berichten wir über die wichtigsten Entscheidungen, Pläne und Fortschritte – mit mehr Hintergrund, als wir auf unseren Kanälen in den sozialen Medien oder im „großen“ Newsletter stadt.rat.grün aufarbeiten können.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • Deutschlandticket Schule bleibt: Mobilität für alle Schüler*innen gesichert
  • Düsseldorf macht sich hitzebereit
  • Neues Arbeitsprogramm für den Barrierefreien Haltestellenausbau
  • Klimaschutz-Monitor: Mehr Transparenz Richtung Klimaneutralität 2035
  • Fahrplan für die Mobilität der Zukunft
  • uvm.

Viele Grüße aus der GRÜNEN Ratsfraktion

Düsseldorf, 30. Juni 2026

Deutschlandticket Schule bleibt: Mobilität für alle Schüler*innen gesichert

Gute Nachrichten für Düsseldorfs Schüler*innen: Das Deutschlandticket Schule wird auch im Schuljahr 2026/27 weiter angeboten. Damit profitieren rund 31.000 junge Menschen von günstiger und deutschlandweiter Mobilität. Besonders für Familien ist es eine Unterstützung, dass das Ticket für Selbstzahlende weiterhin vergünstigt erhältlich ist. Wir GRÜNE haben die Fortführung ausdrücklich unterstützt, weil das Angebot soziale Teilhabe und nachhaltige Mobilität miteinander verbindet. Dass diese Erfolgsgeschichte nun weitergeht, ist eine gute Nachricht für Düsseldorf.

Düsseldorf macht sich hitzebereit

In den vergangenen Tagen gab es in Düsseldorf Temperaturen bis zu 39 (!) Grad! Die Klimakrise bringt immer häufiger und länger anhaltende Hitzeperioden mit sich, mit spürbaren Folgen für Gesundheit und Lebensqualität. Deshalb entwickeln wir in Düsseldorf den Hitzeaktionsplan 2026 konsequent weiter. Im Fokus stehen vulnerable Gruppen, insbesondere ältere Menschen, Kinder, chronisch Erkrankte sowie wohnungs- und obdachlose Menschen. Zu den Maßnahmen gehören öffentlich zugängliche kühle Räume in der Innenstadt, z.B. Kirchen, bessere Schutzkonzepte für Großveranstaltungen sowie gezielte Informations- und Schulungsangebote. Gute bereits bestehende Maßnahmen werden fortgeführt und ausgebaut: Trinkbrunnen, refill-Angebote, Begrünung, Entsiegelung oder mehr Schattenplätze. Düsseldorf begreift Klimaanpassung als kommunale, Daueraufgabe, um die Stadt an die Folgen der Erderwärmung anzupassen bzw. darauf vorzubereiten.

Zum Hitzeaktionsplan 2026
Neues Arbeitsprogramm für den Barrierefreien Haltestellenausbau

Ein barrierefreier öffentlicher Nahverkehr ist Voraussetzung für eine Stadt, in der alle Menschen selbstbestimmt mobil sein können. Stand heute sind rund zwei Drittel der Hochbahnsteige und etwa die Hälfte der Niederflurhaltestellen in Düsseldorf barrierefrei ausgebaut. Das zeigt, dass noch erheblicher Handlungsbedarf besteht, um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen. Das neue Arbeitsprogramm Barrierefreier Haltestellenausbau setzt hier an: Statt viele Projekte parallel zu planen, sollen die verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen künftig gezielter eingesetzt werden, um Planungen zügiger abzuschließen und Bauprojekte konsequenter umzusetzen. Ebenso wichtig ist das vorgesehene regelmäßige Controlling. Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss wird halbjährlich über den Fortschritt informiert. So werden Transparenz geschaffen, Prioritäten überprüft und notwendige Anpassungen frühzeitig möglich. Für uns GRÜNE ist entscheidend, dass auch bald die Fragen geklärt werden, ob künftig Bahnsteinlängen von 40m oder 60m geplant werden und ob es Hoch- oder Niederflurbahnsteige z.B. in Eller und Benrath geben wird.  Erst dann kann der barrierefreie Ausbau konsequent weitergeplant und umgesetzt werden.

Arbeitsprogramm Barrierefreier Haltestellenausbau
Klimaschutz-Monitor: Mehr Transparenz Richtung Klimaneutralität 2035

Klimaschutz braucht klare Ziele und die Möglichkeit, Fortschritte zu messen. Mit dem neuen Klimaschutz-Monitor macht Düsseldorf seinen Weg zur Klimaneutralität 2035 künftig transparent und nachvollziehbar. Bürger*innen können online verfolgen, welche Maßnahmen umgesetzt werden und welche CO₂-Einsparungen sie bewirken. Zum Start werden rund 60 Maßnahmen aus Bereichen wie Energie, Mobilität und Gebäuden dargestellt. Sichtbar machen, was geht, zeigen wohin wir noch müssen und zum Mitmachen motivieren - das ist die Philosophie, die dahintersteckt. Über die digitalen Info-Tafeln, sogenannten roadside-screens, sollen die Maßnahmen und Fortschritte zusätzlich kommuniziert werden.

Zum Klimaschutz-Monitor
Fahrplan für die Mobilität der Zukunft

Düsseldorf arbeitet derzeit an zwei strategischen Steuerungsinstrumenten für die Mobilität: dem neuen Nahverkehrsplan und der Weiterentwicklung des Mobilitätsplans D zu einem EU-konformen nachhaltigen urbanen Mobilitätsplan (SUMP). Bis Ende 2027 soll der SUMP beschlossen werden, der die strategischen Ziele für die Mobilität bis 2030 und 2040 festlegt. In diesem Prozess setzen wir GRÜNE uns für eine Mobilität ein, die klimafreundlich, barrierefrei, sicher und für alle Stadtteile attraktiv ist – mit einem starken ÖPNV, guten Radverbindungen und mehr Platz für Fußgänger*innen. Parallel entsteht in einem rund dreijährigen Prozess ein neuer Nahverkehrsplan für den ÖPNV. Für uns GRÜNE ist besonders wichtig, dass die Menschen in Düsseldorf frühzeitig beteiligt werden: Ab Herbst 2026 sind stadtweite Bürger*innenveranstaltungen geplant. Zudem werden Bezirksvertretungen, Kinder und Jugendliche sowie die Ratsfraktionen intensiv eingebunden. Damit auch ihr euch beteiligen könnt, halten wir euch über die Veranstaltungstermine auf dem Laufenden.

Splitter

Die Antwort auf unsere Anfrage zum Energy Sharing fiel ernüchternd aus. Zwar können seit dem 1. Juni 2026 private Betreiber überschüssigen Solarstrom mit anderen teilen, doch volle Netzentgelte und Abgaben sowie die Pflicht zu Smart Metern machen das Modell derzeit wenig attraktiv. Aus GRÜNER Sicht sollten die Stadtwerke hier aktiv unterstützen, als technischer und vertraglicher Dienstleister sowie als Reststrom-Lieferant. Positiv ist, dass die Stadt ihr Beratungsangebot gemeinsam mit der Verbraucherzentrale ausbauen will.

Seit Jahren schon bereitet der kritische ökologische Zustand des Ostparkweiher ernsthafte Sorgen. Vor allem in den Hitzesommern droht immer wieder das Umkippen des viel zu verschlammten Gewässers. Außerdem fehlen ausreichend tiefe und dauerhaft wasserführende Bereiche, sodass die Wasserorganismen bei niedrigen Wasserständen keine Rückzugsräume mehr haben. Im Herbst startet die Stadt Maßnahmen dagegen: Schlammentfernung, stellenweise Vertiefung auf bis zu 1 Meter und die Einrichtung einer neuen Flachwasser-Zone. Im März 2027 soll die Wiederherstellung abgeschlossen sein.

Das Recyclingprojekt „second bau“ macht weitere Fortschritte und treibt das Ziel der Wiederverwendbarkeit von Baumaterialien im Sinne eines „Zero Waste“-Ansatzes in Düsseldorf voran. Gebäude werden dabei als temporäre Materiallager gedacht: Statt Abrissabfällen, die meist auf Deponien landen, sollen wiederverwendbare Bauteile künftig in neue Projekte einfließen. Beispiel: Fenster werden zu Innen-Trennwänden. Das Gemeinschaftsprojekt mit der HHU hat nun mit dem Bauwendehof in Flingern ein physisches Materiallager dazubekommen.

Mintropplatz barrierefrei: Die Haltestelle Mintropplatz an der Harkortstraße (Straßenbahnlinien 704 und 707) wird modernisiert, mit taktilen Leitelementen ausgestattet und künftig einen deutlich besseren Zugang für mobilitätseingeschränkte Menschen ermöglichen. Damit verbessern wir die Zugänglichkeit des ÖPNV im Hauptbahnhof-Umfeld. Die rund 3 Millionen Euro teure Maßnahme soll im Herbst 2027 umgesetzt werden.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Ratsfraktion Düsseldorf
Marktplatz 3
40213 Düsseldorf

Webseite
V.i.S.d.P.: Stephan Soll
CvD: Bianca Bernhard
Redaktion: Claudia Engelhardt, Rebecca Türkis.

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