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Liebe Freund*innen,

wir freuen uns, in diesem Fachnewsletter Informationen aus dem Stadtrat zu Wohnen & Stadtplanung zu präsentieren. Hier berichten wir über die wichtigsten Entscheidungen, Pläne und Fortschritte – mit mehr Hintergrund, als wir auf unseren Kanälen in den sozialen Medien oder im „großen“ Newsletter stadt.rat.grün aufarbeiten können.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • Wohnraumschutz in Düsseldorf: Verschärfter Kurs gegen Zweckentfremdung
  • Erbbaurechte in Düsseldorf als Standard etablieren
  • Erster Einsatz für den Bauturbo: Am Hackenbruch 35 macht den Anfang
  • Wohnungsmarktbericht 2025: zwischen Wachstum und Wohnungsmangel
  • Moderner Bahnhofsplatz statt Auto-Parkplatz
  • Neugestaltung der östlichen Königsallee

Viele Grüße aus der GRÜNEN Ratsfraktion

Düsseldorf, 28. Mai 2026

 
Wohnraumschutz in Düsseldorf: Verschärfter Kurs gegen Zweckentfremdung

Mit mehr Personal, höheren Zwangsgeldern und engerer Kontrolle will Düsseldorf künftig konsequenter gegen Zweckentfremdung von Wohnraum vorgehen. Der neue Bericht zur Wohnraumschutzsatzung macht deutlich, dass vor allem Kurzzeitvermietungen, spekulativer Leerstand und problematische Entmietungen weiter zunehmen. Gleichzeitig wurden 87 besonders schwierige Fälle in einer neuen ämterübergreifenden Taskforce bearbeitet. Auch die Beratungsstelle Wohnraumschutz wird stark nachgefragt und soll Mieter*innen schneller Unterstützung vermitteln. Für uns GRÜNE gibt es dabei eine klare Richtung: Wohnraum muss stärker als schützenswertes Gut behandelt werden und nicht allein als Renditeobjekt. Und klar ist auch, wie hoch der Druck am Düsseldorfer Wohnungsmarkt ist und viele Maßnahmen erst am Anfang ihrer Wirkung stehen. Die Stadt muss zunehmend auf frühzeitige Intervention und schärfere Eingriffe setzen, um bezahlbaren Wohnraum zu sichern.

Bericht zur Wohnraumschutzsatzung
Erbbaurechte in Düsseldorf als Standard etablieren

Wir GRÜNE setzen uns klar dafür ein, dass städtische Grundstücke grundsätzlich im Erbbaurecht vergeben werden. Andere Städte zeigen bereits erfolgreich, wie eine nachhaltige Bodenpolitik funktionieren kann. Denn nur wenn kommunale Flächen dauerhaft im Eigentum der Stadt bleiben, können auch zukünftige Generationen Einfluss auf die Stadtentwicklung nehmen und die Voraussetzungen für bezahlbaren Wohnraum mitgestalten.
Im Koalitionsvertrag haben wir gemeinsam festgelegt, dass ein Verkauf städtischer Grundstücke nur in begründeten Einzelfällen infrage kommt. Umso wichtiger ist es nun, den Regelfall – die Vergabe im Erbbaurecht – genauer zu betrachten und weiterzuentwickeln.
Deshalb haben wir die Verwaltung beauftragt, das Thema in einem Bericht umfassend zu beleuchten. Dabei soll unter anderem untersucht werden, welche Strategie die Stadt Düsseldorf bislang bei der Vergabe von Erbbaurechten verfolgt, an welchen erfolgreichen Modellen aus dem In- und Ausland sie sich orientieren kann und wie das Erbbaurecht für Investoren, Projektentwickler und Finanzgeber attraktiver gestaltet werden könnte. 
Die Verwaltung hat angekündigt, den Bericht bereits in der nächsten Sitzung im Juni vorzulegen. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse!

Zum Antrag
Erster Einsatz für den Bauturbo: Am Hackenbruch 35 macht den Anfang

Mit dem Grundlagenbeschluss in der Ratssitzung im März hat Düsseldorf die Voraussetzungen geschaffen, um die Maßnahmen der Bundesregierung zur Beschleunigung des Wohnungsbaus umzusetzen. Der sogenannte „Bauturbo“ soll Planungs- und Genehmigungsverfahren deutlich vereinfachen und verkürzen. Dazu gehören unter anderem weniger Bürokratie, vereinfachte Regelungen im Bau- und Vergaberecht sowie mehr Handlungsspielräume für die Städte bei der Nachverdichtung von Wohnungsbauflächen.
Im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung (APS) haben wir nun das erste Grundstück - die Fläche Am Hackenbruch 35 - auf diesen Weg geschickt. Die vorliegende Beschlussvorlage markiert dabei den Auftakt des Verfahrens und ist noch nicht die inhaltliche Debatte über ein konkretes Bauprojekt. Dennoch haben wir – analog zu den Beratungen in der Bezirksvertretung – bereits wichtige Leitplanken für die spätere Konzeptvergabe formuliert.
Für uns GRÜNE ist klar: Die Vergabe soll im Erbbaurecht erfolgen. Darüber hinaus haben wir deutlich gemacht, dass bei der Bewertung der eingereichten Konzepte ein nachhaltiger Umgang mit vorhandenen Freiflächen, Bäumen und dem bestehenden Gebäudebestand positiv berücksichtigt werden sollte. Denn auch wenn Verfahren künftig schneller werden, dürfen Qualität, Nachhaltigkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit den vorhandenen Ressourcen nicht auf der Strecke bleiben.

Zum Initiierungsbeschluss
Wohnungsmarktbericht 2025: zwischen Wachstum und Wohnungsmangel

Der Druck auf dem Düsseldorfer Wohnungsmarkt wächst weiter und weiter, das zeigt der Wohnungsmarktbericht 2025 erneut. Bezahlbares Wohnen ist und bleibt eines der zentralen politischen und gesellschaftlichen Themen unserer Stadt. Gründe dafür sind steigende Einwohner*innenzahlen, kleinere Haushalte und eine anhaltend hohe Nachfrage bei gleichbleibendem Angebot.
Vor allem in zentralen und begehrten Stadtteilen schlägt sich das auch in sehr hohen Mieten wieder. Düsseldorf zählt zu den teuersten Immobilienmärkten NRWs. Hohe Baukosten sowie stark gestiegene Grundstücks- und Immobilienpreise verschärfen die Situation zusätzlich.
Um hier anzusetzen, braucht es ein großes Paket an Maßnahmen im Dreiklang Boden, Bestand und Neubau. Da setzen wir GRÜNE an, um Wohnen bezahlbar und gerecht zu gestalten. Der Wohnungsmarktbericht liefert uns die wichtige datenbasierte Grundlage, um relevante Trends, Herausforderungen und Handlungsbedarfe differenziert sichtbar zu machen und gemeinsam mit der Düsseldorfer Verwaltung an Lösungen zu arbeiten.

Zum Wohnungsmarktbericht 2025
 
Splitter

Moderner Bahnhofsplatz statt Auto-Parkplatz: Der Konrad-Adenauer-Platz (KAP) soll von einer reinen Verkehrsfläche zu einem modernen Stadtraum entwickelt werden, an dem Bahnreisende würdig in Düsseldorf ankommen können. Dazu werden die Gleise und Haltestellen neu geordnet, die Anzahl der Stellplätze für Autos reduziert und mit einem zentralen Zweirichtungsradweg und einer Fahrradgarage auch eine echte Verbesserung für den Radverkehr geschaffen. Neben neuen Baumpflanzungen sind Sitzmöglichkeiten und ein Brunnen vor dem Haupteingang des Bahnhofs geplant.
Die Umgestaltung des Bahnhofsplatzes ist schon lange Thema. Wir GRÜNE haben unsere GRÜNE Vision präsentiert, bei den Plänen dafür nachjustiert und uns stark gemacht für einen Platz, welcher der Verkehrswende, moderner Stadtplanung und den notwendigen Klimaanpassungsmaßnahmen Rechnung trägt.

Neugestaltung der östlichen Königsallee: Die östliche Königsallee – die Geschäfteseite – wird in den kommenden Jahren umfassend neugestaltet und erhält endlich einen Radweg. Geplant sind außerdem neue Sitzmöglichkeiten, zusätzliche Begrünung sowie ein multifunktional nutzbarer Seitenbereich für Außengastronomie, Sharing-Angebote und temporäre Nutzungen. Mit dem neuen Zweirichtungsradweg wird die Kö fahrradfreundlich und gleichzeitig gibt es am Kö-Graben mehr Platz für Fußgänger*innen. Durch die Neuordnung können wir die generelle Aufenthaltsqualität steigern. Die Kö wird so zu einer noch schöneren Flaniermeile.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Ratsfraktion Düsseldorf
Marktplatz 3
40213 Düsseldorf

Webseite
V.i.S.d.P.: Stephan Soll
CvD: Bianca Bernhard
Redaktion: Julia Schnetger

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