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Liebe Freund*innen,

wir freuen uns, in diesem Fachnewsletter Informationen aus dem Stadtrat & den Ausschüssen zu den Bereichen Wohnen & Stadtplanung zu präsentieren. Hier berichten wir über die wichtigsten Entscheidungen, Pläne und Fortschritte – mit mehr Hintergrund, als wir auf unseren Kanälen in den sozialen Medien oder im „großen“ Newsletter stadt.rat.grün aufarbeiten können.

Unsere Themen in dieser Ausgabe:

  • Kein Tempo, kein Konzept - Wohnen hat noch immer keine Priorität!
  • Handwerk und Wohnen nicht gegeneinander ausspielen
  • Integriertes energetisches Quartierskonzept für Friedrichstadt
  • uvm.

Viele Grüße aus der GRÜNEN Ratsfraktion

Düsseldorf, 09. Juli 2025

 
Kein Tempo, kein Konzept - Wohnen hat noch immer keine Priorität!

Die aktuellen Verwaltungsvorlagen zum Glasmacherviertel und zum Baugebiet Tetelberg liegen vor und es zeigt sich mal wieder: das Thema Wohnen hat bei der Stadtspitze keine Priorität.
Nach über drei Jahren Stillstand ist die Stadtspitze nun genau an dem Punkt angekommen, den der Stadtrat auf GRÜNEN Antrag hin schon 2022 beschlossen hatte: der Start der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme für die ehemalige Glashütte in Gerresheim. Unser Ziel ist es, die Fläche in das Eigentum der Stadt zu bringen und zusammen mit gemeinwohlorientierten Akteur*innen für bezahlbares Wohnen zu entwickeln. Die vergangenen drei Jahre seit dem Ratsbeschluss dazu hat der OB verschwendet.
Auch beim Baugebiet Tetelberg steht der CDU-OB mehr als zwei Jahre nach Ankündigung der sogenannten ‚Wohnungsbauoffensive‘ noch immer am Anfang. Vor einem Jahr wurde die IPM mit der Koordinierung beauftragt. Nun soll die Aufgabe an einen externen Projektsteuerer gehen, da die IPM gleichzeitig andere Arbeitsaufträge vom OB bekommt, beispielsweise den Neubau der Theodor-Heuss-Brücke und Sportanlagen. Das heißt im Klartext: Der Wohnungsbau hat für den OB keine Priorität! Die sogenannte ‚Offensive‘ gibt es nur in Ankündigungen, nicht in der Umsetzung der Stadtspitze.

Handwerk und Wohnen nicht gegeneinander ausspielen

Die Bauvoranfrage, die an der Emmastraße Wohnungsbau in einem Gewerbegebiet zulassen will, hat weitreichende Folgen für bestehende Handwerksbetriebe. Solch eine Einzelgenehmigung untergräbt nicht nur die Glaubwürdigkeit der beschlossenen Industie- und Gewerbekernzonen, sondern gefährdet auch bestehende Betriebe.
Wir GRÜNE setzen uns für den Erhalt und die Weiterentwicklung von Gewerbeflächen in Düsseldorf ein. Deshalb haben wir GRÜNE uns für eine Änderung des Bebauungsplans eingesetzt, um die Nutzung als Gewerbegebiet langfristig zu sichern und zu prüfen, ob ein Urbanes Gebiet gemäß §6a BauNVO sinnvoll integriert werden kann, um eine durchdachte Mischung von Wohnen und Arbeiten zu ermöglichen. Leider sahen CDU und SPD das anders und wollen lieber Einzelgenehmigungen auf Zuruf, statt einer klugen, langfristigen Planung.

Integriertes energetisches Quartierskonzept für Friedrichstadt

Mit dem Beschluss bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu werden, haben wir insbesondere innerstädtische Gebiete mit einer hohen Bebauungsdichte in den Fokus genommen. Mit dem integrierten energetischen Quartierskonzept für Friedrichstadt ist ein ganzheitlicher Ansatz zur klimafreundlichen, sozialen und zukunftsfähigen Entwicklung von Stadtteilen gegeben. So können wir Energieeinsparung, den Ausbau erneuerbarer Energien, klimafreundliche Mobilität und nachhaltige Stadtplanung zusammenbringen. Ziel ist es, CO₂-Emissionen zu senken, Lebensqualität zu steigern und Beteiligung der Bürger*innen zu fördern – also ökologisch, sozial und wirtschaftlich sinnvoll.
Uns GRÜNEN ist es wichtig, dass die energetische Aufwertung des Bestandes gemeinsam mit allen Beteiligten entwickelt wird. Uns liegt dabei die Einbeziehung der dort lebenden Menschen am Herzen, da wir die Angst vor Verdrängungs-prozessen aufgrund von Sanierungsmaßnahmen sehen.
Im Ausschuss haben wir die Verwaltung noch gebeten zu prüfen, inwieweit dieses Gebiet auch in ein Sanierungsgebiet überführt werden kann. Das Sanierungsrecht würde uns bei Bedarf auch Eingriffe an privaten Gebäuden ermöglichen, um die Ziele einer klimaangepassten Stadtentwicklung zu erreichen. Die Verwaltung hat das zugesagt!

 

Wir GRÜNE sind der einstimmigen Meinung der BV 6 gefolgt und haben gegen den Neubau des Parkhauses am Flughafen (Frachtstraße 28a) gestimmt. Für uns ist es nicht nachvollziehbar, wie wir in der heutigen Zeit ein Parkhaus bauen können, dass weder über eine PV-Anlage noch über Fassadenbegrünung verfügt. Für dieses Vorhaben wurden zudem noch 34 Bäume gefällt, bei denen es sich bereits um Ersatzpflanzungen gehandelt hat. Trotz Auftrag aus der BV hat die Verwaltung hier keine Verbesserung mit dem Flughafen erreicht. Leider haben weder CDU noch SPD verstanden, dass Fassadenbegrünung nicht nur eine optische Aufwertung ist.

Der historisch belastete Straßenname „Jürgensplatz“ wird nun endlich umbenannt. Wir GRÜNE haben uns dafür eingesetzt, dass er in „Edith-Fürst-Straße“ umbenannt wird, nach Edith Fürst, einem Opfer des Nationalsozialismus. Die verbleibende Platzfläche vor dem Polizeipräsidium und dem Landesministerium wird künftig „Am Polizeipräsidium“ heißen.

Kommunalwahl 2025: Wohnen als Grundrecht! Wohnen ist in unserer Stadt zu einer zentralen sozialen Frage für viele Menschen geworden. Kontinuierlich erhöhte Mieten belasten breite Schichten der Stadtgesellschaft. Die Suche nach einer passenden und bezahlbaren Wohnung ist oft nervenaufreibend. Luxussanierungen und Umwandlungen in Eigentumswohnungen verdrängen Menschen aus ihren Vierteln. Wir GRÜNE setzen uns für alle verfügbaren Instrumente zur Sicherung von vorhandenen und den Bau von neuen bezahlbaren Wohnungen ein: Schutz von Mieter*innen, mehr sozialer Wohnungsbau, eine starke städtische Wohnungsbaugesellschaft und konsequente Maßnahmen gegen Spekulation. Zum GRÜNEN Kommunalwahlprogramm 2025

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Ratsfraktion Düsseldorf
Marktplatz 3
40213 Düsseldorf

Webseite
V.i.S.d.P.: Stephan Soll
CvD: Bianca Bernhard
Redaktion: Bianca Bernhard, Julia Schnetger.

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